Frankfurter Physis schlägt Leipziger Umschaltspiel

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Zum Abschluss des 23. Spieltags der Fußball Bundesliga stehen sich die Eintracht aus Frankfurt & RB Leipzig in der Commerzbank Arena gegenüber. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte im Kampf um Europa & die Möglichkeit einen Champions League Platz zu erobern.

Matchplan Leipzig:

Leipzig beginnt ruhig & abwartend in einem 4-3-3 System. Sie lassen den Spielaufbau der SGE über Abraham ungehindert zu. Augustin agiert als erste Abwehrinstanz 10 Meter vor der Mittellinie. Durch disziplinierte Staffelung nehmen die Leipziger den auf der 6er Position agierenden Makoto Hasebe in den Anfangsminuten aus dem Spiel. Sobald Frankfurt die Mittellinie passiert, macht Leipzig das Spiel in Ballnähe eng & schaltet gewohnt schnell um. Zielspieler nach Ballgewinn sind Lookman und Sabitzer über außen. Durch die große Distanz zum gegnerischen Tor verschiebt Leipzig seine Angriffslinie sukzessiv nach vorne.

Der Matchplan geht in der Anfangsphase total auf. Nach Ballverlust Rebic auf Höhe der Mittellinie schaltet Leipzig auf der rechten Seite schnell um & kombiniert sich durch das starke Kurzpassspiel in den Frankfurter Strafraum. Die Ballstafette, in der die SGE nicht entscheidend in die Zweikämpfe kommt, wird durch das Tor von Augustin veredelt. Verdientes 0:1 für Leipzig.

Matchplan Frankfurt:

Frankfurt agiert aus einer 3er Kette heraus bei eigenem Ballbesitz, die zur 5er Kette gegen den Ball umfunktioniert wird. Sie setzen ihre beiden Außenbahnspieler Rebic & Wolf durch schnelle Umschaltbewegungen in Szene. Durch lange Bälle auf den Zielspieler Haller wird die erste Pressingreihe der Leipziger überspielt. Der Fokus liegt dabei klar auf der Eroberung der zweiten Bälle. Die Frankfurter Offensivspieler, allen voran der stark agierende Boateng, machen das Spiel in Ballnähe eng & setzen sich so in der gegnerischen Hälfte fest.

Bei Ballverlust bringt die SGE alle Spieler so schnell wie möglich hinter den Ball & vermeidet durch eine Doppeldeckung 1 gegen 1 Situationen. Man versucht gegnerische Ballverluste zu provozieren & durch schnelle Pässe in die Spitze eine Überzahlsituation gegen aufgerückte Leipziger zu schaffen. Der Ausgleich entsteht nach einer zur Ecke geklärten Flanke von Wolf. Frankfurt kann sich in 2 Luftzweikämpfen entscheidend durchsetzen & durch Chandler ausgleichen.

Die Führung der SGE nur wenige Minuten später ist folgerichtig. Nach Fehlpass Orban ist die komplette Leipziger Hintermannschaft bereits aufgerückt. Falette bedient den in den freien Raum startenden Rebic, der zur Grundlinie zieht & Boateng im Rückraum bedient. 2:1 für Frankfurt.

Frankfurter Verwaltung vs. Leipziger Ideenlosigkeit

Die 2. Halbzeit ist geprägt von viel Physis & taktisch klug agierenden Frankfurtern. Hasebe ließ sich weiter nach hinten fallen, um den Spielaufbau besser lenken zu können. Leipzig lässt sich zu sehr auf das körperbetonte Spiel ein, ohne selbst zwingend zu werden. Die SGE schafft entsprechende Entlastung über weite Bälle auf Rebic & Haller, verpasst es aber das 3:1 zu erzielen.

Der Schlüssel zum Erfolg:

Der gewinnbringende Faktor ist klar die physische Präsenz der Frankfurter gepaart mit schnellen Pässen in die Spitze. Klammert man die die erste Viertelstunde der Partie aus, hält die SGE Leipzig gut vom eigenen 16er & Torchancen ab. RB kommt nicht zur vollen Entfaltung ihres Umschaltspiels & wirkt ideenlos im letzten Drittel. Der Heimsieg ist somit verdient.

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